Food-Coop


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Food Coop
Über eine Einkaufskooperative versorgen wir uns als Gemeinschaft mit ökologischen Lebensmitteln. Einmal in der Woche lassen wir uns durch einen Bio-Großhändler beliefern. Dies macht das Einkaufen in vielerlei Hinsicht angenehmer, erfordert aber auch ein wenig Planung und Absprachen. Denn man kann eben nicht einfach mal 1 Liter Milch, 2 Bananen und 500 g Tomaten etc. kaufen. Lebensmittel bekommen wir vom Großhändler nur in großen Einheiten – zum Beispiel 10 Liter Milch, 13 Kilo Bananen und 6 Kilo Tomaten. Da muss gut überlegt werden, was bestellt werden kann, damit es nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig für alle Mitessenden ist.
Die Food Coop ist seit ihrem Entstehen im Jahr 2010 stark gewachsen. Auch einzelne Bekannte aus benachbarten Dörfern haben sich angeschlossen.
Die Lebensmittelversorgung in Lauter Leben ist inzwischen auf verschiedenen Wegen möglich:

  • Gemeinsame Bestellung: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Nudeln und einige weitere Grundnahrungsmittel werden mit einem gemeinsamen Budget gekauft. Jede Familie trägt in etwa so viel zum Budget bei, wie sie verbraucht.
  • Private Bestellungen: spezielle Wünsche können auf eigene Rechnung erfüllt werden. Oft tun sich einzelne von uns bei der Bestellung zusammen, so dass die großen Mengen aufgeteilt und rechtzeitig verbraucht werden können.
  • „Extraladen“: Manchmal findet sich niemand, der gerade zum gleichen Zeitpunkt die gleichen Lebensmittel bestellen will. Aus dieser Situation hat sich die Idee eines „Extraladens“ entwickelt. Der funktioniert so: Jemand bestellt zum Beispiel 10 Packungen Salz/Tee/Müsli etc. auf eigene Rechnung und stellt davon 8 Packungen in den Laden (unsere Lebensmittelvorräte nehmen inzwischen einen Kellerraum in Anspruch). Aus der Summe der zur Verfügung gestellten Lebensmittel ergibt sich ein Guthaben, das zum Kauf der von anderen bereitgestellten Lebensmittel genutzt werden kann. Der Extraladen ist also eine Art Lebensmittel-Tauschhandel. Wer nur Lebensmittel nehmen, aber nichts in den Extraladen reinstellen will, kann auch Guthaben durch Überweisung auf das gemeinsame Food Coop-Konto erwerben.
  • Garten-Ernte: Auch die Hobby-Gärtner unter uns (vor allem einer) tragen u.a. mit Salat, Bohnen, Zucchini und Kürbis zum gemeinsamen Lebensmittelsortiment bei.
  • Eier: Wir bekommen alle zwei Wochen ca. 50 Eier von einem nahe gelegenen Bio-Hof geliefert.
  • Brot: Brot beziehen wir einmal in der Woche von einer Bio-Bäckerei.

Um dieses System zu ermöglichen, haben wir bestimmte Aufgaben fest aufgeteilt: eine von uns übernimmt die gemeinsamen Bestellungen (per Internet), eine räumt die gelieferten Lebensmittel in die Keller-Regale rein, zwei kümmern sich um die Abrechnungen und einer räumt das Pfandgut zur Rückgabe auf die Rollis. Diese Arbeitsteilung lohnt sich… Denn wir bekommen dafür mitten auf dem Land sehr günstige Bio-Lebensmittel direkt auf den Hof geliefert. Einkäufe in Lebensmittelläden können so auf ein Minimum reduziert werden – das spart viel Zeit, Benzin, Kosten und Nerven…